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Pinguin-Ausschneidebogen

Basteltüte-Fahr-mit

Titel:  BASTELTÜTE "FAHR MIT" Ein Spiel aus dem Straßenverkehr

Konstruktion & Illustration:  z.Z. keine Angaben

Titelgestaltung:  z.Z. keine Angaben (Eva Kunter ???)

Erscheinungsjahr:  1966 oder 1967  ???

Herausgeber:  Verlag "Junge Welt" Lektorat / Direktor Kurt Feitsch

Preis:  1,50 MDN       Maßstab:  keine Angaben     Bestell-Nr.:  keine Angaben

Der Pinguin-Ausschneidebogen mit dem Titel Basteltüte „Fahr mit …“, Ein Spiel aus dem Straßenverkehr, erschien 1966 oder im Jahr 1967 beim Verlag „Junge Welt“. Die Titelseite trägt in der Druckgenehmigungs-Nr. Ag715/M66 die Jahresangabe 1966 und die einzelnen Bastelbögen bzw. Seiten tragen in der Druckgenehmigungs-Nr. Ag715/10M/67 die Jahresangabe 1967. Weitere Angaben zum Impressum fehlen. Die Titelgestaltung könnte möglicherweise von Eva Kunter stammen, da sie bei anderen Basteltüten mit diesem Ausgabeformat namentlich für die Gestaltung benannt wird. Der Inhalt dieser Basteltüte ist kein reiner Modellbogen, sondern eine Mischung aus einzelnen zu bastelnden Fragmenten wie Gebäuden und Verkehrszeichen und dem einfachen Ausschneiden von bereits vorhandenen Figuren und Auftragskarten. Die Tütenform ist zu gleich Umschlag mit Informationen und Anleitung. 8 Bastelseiten gehören zu dieser Basteltüte. Da die Qualität der Seite mit den Informationen sehr zu wünschen übrig lässt, haben wir eine andere Form der Präsentation vorbereitet.

In der Katalogübersicht der Pinguin-Ausschneidebogen werden wir diese Basteltüte bei den Jahresangaben 1966 und 1967 berücksichtigen.    

 

1.  Abbildung      Basteltüte komplett

  • PAB-Basteltuete-Fahr-mit.0001
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(zum vergrößern anklicken)

 

2.  Abbildung      Textseite

Basteltüte 

Herausgegeben vom

Verlag Junge Welt,

108 Berlin, Mobrenstraße 36/37,

Lektorat

Verlagsdirektor: Kurt Feitsch

Alle Rechte beim Verlag Junge Welt

 

Jeder Nachdruck, auch auszugsweise, darf nur mit Genehmigung des Verla­ges Junge Welt erfolgen.                Druck: Ag 715/M 66 DDR                                                  VEB Graphische Werkstätten Berlin VEB Papierverarbeitungsswerk Nrp.

 

 

 

LIEBE FREUNDE!

In diesem Beutel findet ihr alle Teile, die ihr benötigt, um ein interessantes Verkehrsspiel zusammenzustellen. Die Anfertigung des Spiels ist verhältnismäßig einfach.. Auf den Blättern 1, 2, 3 und 4 ist das Spielfeld enthalten. Diese vier, Blätter werden auf Pappe geklebt, damit sie haltbarer sind, und entlang den äußeren Begren­zungslinien ausgeschnitten. Die vier Spielfeldteile können durch Klebestreifen miteinander verbunden werden. Blatt 1 liegt oben links, Blatt 2 rechts oben, Blatt 3 unter 1 und Blatt 4 unter 2. So erhaltet ihr ein haltbares Spielfeld, das wenig Platz in eurem Bücherfach einnimmt.

Auf den Blättern 5 und 6 finden wir die zum Spiel gehörenden Auftragskarten, deren Bedeutung in den Spielregeln beschrieben wird. Die Karten werden entlang den Begren-zungslinien auseinan­dergeschnitten, so daß wir 36 Karten erhalten. Auf Blatt 7 sind die Spielfiguren und ein Kreisel aufgezeichnet. Die Spielfiguren (Autos), Teil 1, werden ausgeschnitten und nach Abbildung 1 (siehe Blatt 7) gefaltet und zusammengeklebt. Von unten kleben wir je ein Teil 1a dagegen. Auch das ist aus Abbildung 1 ersichtlich. Der Kreisel dient als Ersatz für einen Würfel. Wer einen Würfel zur Verfügung hat, kann auf die Anfertigung des Kreisels verzichten. Die Grundplatte, Teil 2, kleben wir auf Pappe, ebenso Teil 3, dessen Loch in der Mitte ausgebohrt oder mit einer Lochzange gelocht wird. Teil 3 wird so oft auf Pappe geklebt, bis es 5 bis 7 mm stark ist. Jede Papplage muß ein so großes Loch erhalten, daß sich ein Mikadostab leicht darin drehen läßt. Teil 3 wird in das angegebene Quadrat auf Teil 2 geklebt. Teil 4 schneiden wir aus und leimen es zu einem Ring zusammen, der mit den Klebezacken gleichfalls auf Teil 2 geklebt wird. Teil 5 verstärken wir wieder durch Pappe. Auch dieses Teil wird in der Mitte gelocht, allerdings soll in diesem Loch der Mikadostab, der als Achse dient, stramm sitzen. Der Mikado­stab wird so gekürzt, daß er noch 6,5 cm lang ist. Natürlich behält er an einer Seite seine Spitze. Teil 5 schieben wir nun von der Spitze her auf den Stab und leimen es 1,6 cm von der Spitze entfernt, fest. Zur Sicherung dient der Streifen 6, der direkt unter der Scheibe um den Stab gewickelt und verleimt wird. Schließlich falten wir noch den Zeiger und kleben ihn gleichfalls auf Teil 2. Den Aufbau des gesamten Kreisels zeigt Abbildung 2 (siehe Blatt 7). Damit sind die Vorbereitungen fertig, das Spiel kann beginnen. Gespielt wird es nach folgenden Regeln:

SPIELREGELN

  1. Am Spiel können sich zwei bis sechs Personen beteiligen.
  2. Jeder Spieler erhält eine Spielfigur (Kraftfahrzeug).
  3. Die Auftragskarten werden gemischt und verdeckt auf einen Stapel gelegt.
  4. Jeder Spieler nimmt sich vom Stapel eine Auftragskarte und setzt seine Spielfigur auf das durch die erste Zahl bezeichnete Feld, z. B. auf Feld 2 bei "Fahrt von Feld 2 nach Feld 9".
  5. Jeder Spieler versucht, mit seinem Fahrzeug auf dem kürzesten Wege zu dem in der Auftragskarte genannten Ziel zu kommen.
  6. Jeder Spieler betätigt, wenn er an der Reihe ist, den Kreisel. Der Pfeil zeigt auf ein Feld des Kreisels, in dem eine Zahl steht. Entsprechend dieser Zahl darf der Spieler Felder setzen. Zeigt der Pfeil auf eine Trennlinie, wird der Kreisel noch einmal betätigt. Das Ziel ist erreicht, auch wenn der Kreisel beim letzten "Mal eine höhere Zahl anzeigt, als benötigt wird.
  7. Nach Erfüllung des Auftrages wird die auf der Auftragskarte angegebene Punktzahl dem betreffenden Spieler gutgeschrie­ben. Der Spieler nimmt eine neue Auftrags-karte.
  8. Vom Ziel des letzten Auftrages darf der Spieler seine Figur sofort auf den neuen Startplatz setzen. Wenn er wieder an der Reihe ist, kann er seine Fahrt fortsetzen.
  9. Das Spiel ist beendet, wenn keine Auftragskarten mehr vor­handen sind und der letzte Auftrag erfüllt ist. Jeder Spieler zählt seine Punkte zusammen. Sieger ist, wer die meisten Punkte hat.
  10. Für jede Verkehrsübertretung gibt es einen Punkt Abzug. Die Mitspieler kontrollieren das richtige Verhalten des Spielers, der gerade an der Reihe ist. Der Punktabzug wird sofort notiert.
  11. Auf der Schnellstraße, vom ersten bis zum letzten Schild -
    Ende der Schnellstraße -, darf jeweils ein Feld mehr gesetzt
    werden, als der Kreisel anzeigt.
  12. Am Stopschild ist zu halten, auch wenn mehr Felder gesetzt
    werden können, Befindet sich beim nächsten Mal ein Fahr-zeug auf einem der schraffierten Felder vor der betreffen-den Kreuzung, muß weiter am Stopschild gewartet werden, d. h. der Spieler muß noch einmal aussetzen.

 

 

 

  1. Vor dem Schild "Vorfahrt beachten" muß der Spieler mit

        seinem Fahrzeug halten,wenn  sich ein anderes Fahrzeug 

        an der entsprechenden  Kreuzung  auf einem  der schraf-

        fierten  Felder befindet.

  1. Wer nach links abbiegen will, hat entgegenkommende Fahr­zeuge vorbeizulassen, wenn sich diese im Bereich der Kreuzung, zwei Felder vor der Kreuzung, befinden.
  2. Vor dem Fußgängerschutzweg ist anzuhalten, auch wenn mehr Felder gesetzt werden können.
  3. Die Felder auf den Kreuzungen dürfen jeweils nur von einem Fahrzeug besetzt werden und auch nur dann, wenn sich das Fahrzeug auf der Hauptstraße befindet. Bei Fahrzeugen, die aus Nebenstraßen kommen, muß der Kreisel ein glattes Über­queren der Kreuzung ermöglichen, andernfalls darf der be­treffende Spieler sein Fahrzeug nur bis an die Kreuzung heransetzen.
  4. Im Überholungsverbot muß ein zweites Fahrzeug hinter dem Vordermann bleiben, auch wenn die Kreiselzahl ein Über­holen ermöglichen würde.

Die im Spielfeld enthaltenen Verkehrszeichen sind noch einmal auf Blatt 8 dargestellt. Dort steht auch, was sie bedeuten. Dieses Blatt kann als Unterstützung der Spielregeln dienen, zusammen mit den nun folgenden Erläuterungen:

Nachdem das Spiel aufgebaut ist, wollen wir uns ein wenig mit den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung befassen, damit wir im Spiel auch keine Fehler machen.

Es würde zu weit führen, wenn wir hier an dieser Stelle Auszüge aus der Straßenverkehrsordnung veröffentlichen würden, aber viel­leicht können wir euch eine Anregung dahingehend geben, daß ihr in eurer Bücherei mal etwas Entsprechendes verlangt, um euch mit den Verkehrsregeln bekannt zu machen, denn manches, ja vieles wißt ihr sicher nicht!

Nun  aber zu  unserem  Spiel:

Auf dem Spielfeld findet ihr Haupt- und Nebenstraßen. Haupt­straßen sind durch ein gelbes quadratisches, auf der Spitze stehen­des Schild mit weißem Rand gekennzeichnet. Die Schnellstraße, quadratisches Schild mit gelbem Grund und schwarzem „S" sowie schwarzem Rand, gilt als Hauptstraße, ebenso der Kreisverkehr, rundes blaues Schild mit drei weißen Pfeilen. Alle Straßen, die eine Hauptstraße kreuzen oder in sie einmünden, sind unterge­ordnet, also Nebenstraßen. In diesem Falle steht vor der Kreuzung das Schild „Vorfahrt auf der Hauptstraße beachten", ein weißes, auf der Spitze stehendes Dreieck mit rotem Rand, oder das Stop­schild, ein weißes rundes Schild mit rotem Rand und rot umrandetem, auf der Spitze stehendem Dreieck, in dem das Wort „STOP" steht. Alle Fahrzeuge sind an diesem Schild anzuhalten — auch Fahr­räder! Erst nachdem sich der Verkehrsteilnehmer davon überzeugt hat, daß sich auf der Hauptstraße kein Fahrzeug nähert, darf er die Kreuzung überqueren bzw. in die Hauptstraße einbiegen. Sinn­gemäß verhält man sich am Schild „Vorfahrt beachten", nur mit dem Unterschied, daß man nicht unbedingt anhalten muß. Es genügt, wenn man langsam an die Kreuzung heranfährt. An Kreuzungen und Einmündungen gleichrangiger Straßen hat Vor­fahrt, wer von rechts kommt. Dabei ist es gleichgültig, ob derjenige, der die Vorfahrt hat, abbiegen oder geradeaus fahren will. Wer nach links abbiegen will, muß in der Regel den entgegenkommen­den Fahrzeugen die Vorfahrt lassen. Eine Ausnahme besteht dann, wenn der Linksabbieger Benutzer einer nach links abbiegenden Hauptstraße ist. Unter dem Schild Hauptstraße ist in diesem Fall ein weißes quadratisches Schild angebracht, auf dem ein dicker schwarzer Strich den Verlauf der Hauptstraße und dünne schwarze Striche die  Nebenstraße anzeigen.

Wir merken uns, daß es wohl Vorfahrtregeln, jedoch kein Vorfahrt­recht gibt!

Das Schild „Einbahnstraße", ein blaues Schild mit weißer Schrift, besagt, daß die entsprechende Straße nur in einer Richtung be­fahren werden darf, und zwar in der Richtung, die durch die Spitze des Schildes angezeigt wird. Am anderen Ende der Straße steht gewöhnlich das Schild „Verbot einer Fahrtrichtung oder Einfahrt", ein rundes rotes Schild mit weißem waagerechtem Strich. Auch diese Schilder gelten - wie fast alle - für Radfahrer. Das Schild „Überholverbot", ein weißes rundes Schild mit einem schwarzen und einem roten Auto und rotem Rand, besagt, daß sich mehrspurige Fahrzeuge nicht überholen dürfen. Erlaubt ist jedoch, daß z. B. ein PKW ein Motorrad (ohne Beiwagen!) oder ein Moped überholt. Der Fußgängerschutzweg ist durch gelbe Ampeln mit schwarzen, schrägstehenden Streifen und durch Markierungen auf der Fahr­bahn gekennzeichnet. Alle Fahrzeuge müssen langsam an den Schutzweg heranfahren und anhalten, wenn Fußgänger die Fahr­bahn überqueren wollen.

 

 

Quelle Bilder und Text     Original Basteltüte / Modellbaufreunde Bernd Kothera, Jochen Hensel, Ulrich Günscht und Lothar Schlüter

 

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